Bei der Dunkelfeld-Blutuntersuchung wird dem Patienten ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere entnommen und unter einem Dunkelfeld-Mikroskop analysiert.
Die technische Besonderheit eines Dunkelfeld-Mikroskops ist die spezielle Beleuchtung des Objektes, wodurch die Blutbestandteile hell auf dunklem Hintergrund erscheinen. Dadurch kann man Blutbestandteile und deren Beschaffenheit erkennen, die in einem handelsüblichen Mikroskop nicht sichtbar sind. Diese besonderen Lichtverhältnisse lassen sich mit dem nächtlichen Sternenhimmel vergleichen. Tagsüber herrschen andere Lichtverhältnisse als nachts, weshalb man tagsüber keine Sterne erkennen kann.
Der Blutstropfen wird nach der Erstanalyse in bestimmten Zeitabständen über mehrere Stunden immer wieder beobachtet. Dabei wird neben der reinen Anzahl auch die Verfassung und Lebensfähigkeit der Blutbestandteile untersucht und eine entsprechende Therapie erarbeitet.
Durch Kameraaufnahmen der Blutbilder können die Befunde dokumentiert und dem Patienten erklärt werden. Ziel ist es, das Milieu des Körpers und somit auch das Blutbild wieder zu normalisieren.
Entwickelt wurde die Dunkelfeld-Blutuntersuchung von dem Bakteriologen und Zoologen Prof. Dr. Günther Enderlein (1872-1968).
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